Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470283
ITALIENISCHE 
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NEAPhL. 
SORRENT 
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blauen Tiefe, aber bald mit seiner Beute wieder auftauchend. 
jetzt warf der Andre auch Hemd und Mütze Weg und nun 
begannen die reizendsten Spiele im Wasser, die mir das 
heiterste Tritonenleben der Dichter zurückriefen. Leben 
doch die Leute hier, wie die Amphibien, ebensoviel im 
Wasser wie auf dem Lande. Der grössere der beiden 
Knaben war wirklich von antiker Schönheit. Niemals habe 
ich ein solches Ebenmass der Glieder bei solcher Jugend 
gesehen. In natürlicher Verbindung war Leichtigkeit und 
Grazie der Bewegung. Ich wurde nicht satt, diesen herr- 
lichen Burschen zu sehen a. 
nSoeben komme ich mit Friedrich von einem kleinen 
Spaziergang zurück. Wir besahen einen Garten, wo Orangen 
und Citronen gezogen werden. Alle Phantasie von uns 
Nordländern ist nicht im Stande, sich einen entfernten 
Begriff von solcher Ueppigkeit und Pracht zu machen. 
Die Biiume stehen stellenweise so dicht, dass kaum hin- 
durch zu kommen ist. Blüthen, junge und reile Früchte 
wuchern durcheinatiitlei", liegen tausendweise am Boden und 
verfaulen unbeachtet. lDer F1't1cl1t1'eichtlitini übersteigt unsre 
verwegenste Verstellung, der Blüthendtift ist so stark, dass 
wir ihm entfliehen, weil er uns wirklich die Besinnung 
nimmt. Wein, Feigen und Epheu ranken sich überall hin- 
durch, wo sie noch ein Räumchen finden und beschränken 
unsern Blick auf wenige Schritte. Sorrento ist der Brenn- 
punkt italienischer Fruchtbarkeit. Von hier stiegen wir in 
den Stadtgraben, eine Fundgrube von Vorgrundstudien für 
den Landschaftsmaler. Wo anfztngen? Sorrento ist ein Ort, 
wo man nicht fertig würde, wenn nicht ein bestimmtes 
Vorhaben die Wahl bestimmte. Ueberall ist es schön 
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