Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470113
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ENISCHE 
TAGEBÜCHER. 
ÜLEVANO, 
FLORENZ, 
ROM. 
besorgten die kleine Wirthschaft. Ende janutir notirte 
Preller: nMit den Veränderungen meiner Staffagen bin 
ich nun fertig, und sie haben sämmtlich den Beifall von 
Cornelius, der sich vor einigen Tagen freute, sie zu sehen. 
jetzt bleibt mir hauptsächlich das Studium der Landschaft, 
und dies kann ich nur an den Küsten von Neapel und 
Sicilien  schöne Tag aber wurde wahr- 
genommen, bald für die Galerieen, bald zu Wanderungen 
oder Ausfiügen nach bemerkenswerthen Orten. Von einigen 
m-ag das Tagebuch noch berichten. 
nDa der heutige Tag sich schon des Morgens als ein 
prachtvoller ankündigte, und des Nachmittags seine Glorie 
behielt, beschlossen wir von dem Permess in die Villa 
Ludovisi Gebrauch zu machen. Die dortige Sammlung der 
Antiken ist an Zahl nur gering, doch besitzt sie den welt- 
bekannten kolossalen junokopf und einige andere Sachen 
von Bedeutung. Dieses juwel einer griechischen Blüthe- 
zeit kannte ich seit meiner Jugend im Abguss, hier sah 
ich zuerst den Marmor, und finde, wie bei vielen andern 
Marmorarbeiten, den Unterschied vom Gips sehr auffallend. 
Alle Formen erscheinen in grösserer und feinerer Voll- 
endung. Über den Kopf als solchen sage ich nichts, alle 
KVelt hat gewiss einmal diese Herrlichkeit geschaut. Ein 
zweiter junokopf aus etwas späterer Zeit ist ebenfalls von 
grosser Schönheit. Ferner ist ein sitzender Mars auffallend 
schön, obgleich er nicht der höchsten stilvollen Zeit der 
Griechen angehört, und in den Formen schon viel Zu- 
fälliges und Naturalistisches hat. Er zeichnet sich beson- 
ders durch schöne Proportionen und Gliederbau aus. Noch 
muss ich einer Gruppe erwähnen, welche tingewöhnliche 
Schönheiten hat. Ein viorwärts schreitender Krieger hält
        

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