Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470107
ITALIENISCHE 
TAGEBÜCHER. 
FLORENZ, 
OLEVANO, 
ROM. 
227 
IICTHHgCXKYQCiISCII ist. Auf der höchsten Spitze steht ein 
Kreuz, um welches sich in diesem Augenblick eine 
Menge Priester schauten, deren schwarze Gexxiänder 
im Winde Hatterten. Ein neues Rom auf dem Schutt 
des alten grossen Roms, aber welches? Wir gingen 
der Tiber entlang zum Tempel des Romulus und Remus, 
hier spielten Knaben mit Steinen um Bajocchi. Der Vesta- 
tempel und das Haus des Rienzi stehen dicht dabei. Von 
da am janusbogen vorübei' nach dem Poruni. Dort war 
zum Festtag viel Leben, Römer und Fremde, Alles lief 
durcheinander. Durch einige schmutzige Gassen gelangten 
wir über das Forum Trajanurn auf den Monte Cavallo, 
wo meine Lieblinge, die beiden Dioskuren stehen. Unsre 
Blicke hafteten unverwandt an diesen göttlichen Gestalten (t. 
nDiese herrlichen Kunstwerke sind mir immer neu, so oft 
ich dieselben auch gesehen. Ich gehe von einem zum 
andern, und der zuletzt gesehene erscheint mir immer 
der schönste. Die Unterschriften: Phidias und Praxiteles, 
entscheiden 
m eine m 
Urtheile 
nichts. 
Gern 
sehe 
ich 
sie 
in der Silhoutte, bei 
herrliche lebensvolle 
eintretender Dämmerung, wo der 
Contur allein wirkt. Über diese 
Schönheit 
hinaus 
ist 
m i 1' 
nichts 
denkbar. 
Es 
vollkomm- 
mene Natur und 
Die nächste 
frisches jugendlebenu. 
Zeit brachte so viel 
schlechtes 
Wetter, 
dass 
man 
das 
Haus 
k au m 
verlassen 
mochte. 
Selbst 
die 
Museen zu besuchen, War es oft zu dunkel. S0 machte 
man sich zu Hause zu schafien. Die beiden jungen Männer 
zeichneten fleissig, Wozu ihnen, da so viel Schönes und 
Charaktervolles in den Strassen Roms umherlief, niemals 
an Modellen fehlte; Preller war bei seinen grossen 
Arbeiten, Frau Marie und Olinda schrieben, lasen und 
15'"
        

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