Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470041
ITALIENISCHE 
TAGEBÜCHER. 
RoM. 
OLEVANO, 
FLORENZ, 
221 
aber nur tinerfretilich. Gott sei Dank, dass die Hauen Kerls 
dem einzigen Volke doch die Schönheit lassen müssen, 
bei der sie sich sehr schlecht ausnehmen. Wär ich Franzos, 
ich wurde mich totschiessen. Ich denke, Sie sollen sich 
freuen an dem, was wir gemacht haben. Die herzlichsten 
Grüsse von Marie und den Andern. Die Leute treiben 
nebenbei viel Italienisch und schlagen sich schon ganz 
gut LlUFClIu. 
Prellers eigentliche Arbeit in Rom bestand, wie auch 
dieser Brief berührt, in der nochmaligen Durcharbeit seiner 
Odyssee-Canons, wozu er, neben seinem sonstigen Material, 
gute Photographieen der ganzen Reihe mitgenommen hatte, 
Dass er bei der Fülle von Eindrücken und der Gewissen- 
haftigkeit, mit der er landschaftliche Naturstudien in der 
Campagnir betrieb, langsam von der Stelle rückte, ist nicht 
zu verwundern, zumal er auch durch Unwohlsein viele 
gute Tage verlor. Dennoch brachte er im Winter 1860 
bis 1861 den Carton der Sirenen zu Ende, und zwar als 
ersten in der Grösse der auszuführenden Wandgemälde. 
Daneben malte er, zu seinem besonderen Vergnügen, ein 
kleines Ölbild mit der Starlage von tanzenden Szltyfn.  
Nun aber war ihm daran gelegen, für seine Arbeit 
das Einverständniss seines alten Freundes Cornelius zu 
gewinnen. Als Preller in Rom anlangte, wttr derselbe 
nicht anwesend, und als er eintraf, nicht im besten Wohl- 
sein, so dass Preller einige Zeit vergehen liess, ehe er ihm 
mit seinen ßingelegenheiten kommen mochte. Cornelius, 
damals vierundsiebzig Jahre, hatte den Muth gehabt, sich 
noch einmal, und zwar mit einer einundzwanzigiährigen 
schönen Italienerin zu verheirathen. Es verlautet nicht, dass 
er es zu bereuen gehabt habe. Preller ging denn endlich,
        

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