Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469818
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ist, die ihnen zusagt. Mir ist es nicht anders ergangen; 
obgleich ich die Architektur immer mit Liebe gesehen 
und studirt, lag mir doch eine eigentliche Verwendung 
dessen, was ich erfuhr, fern, und so blieb mir mancherlei 
unklar und wohl gar fremd. Mit welch anderem Sinne 
werde ich jetzt nach den herrlichen Werken des Rafael in 
den Logen und Stanzen wandern! Dort werde ich über 
alles Aufklärung finden, was mich im Dekorationsfach 
beschäftigen soll. So wird mir Rom diesmal nicht nur in 
viel ausgebreiteterer Weise lehrreich, sondern ich werde 
es viel höher schätzen lernen, als dies früher der Fall war, 
wo ich von Nebendingen weniger Notiz nahm, die in ihrer 
XVeise auch von höchster Bedeutung sind. Rom ist eben 
die Fundgrube für alles Künstlerische, es mag heissen wie 
es will, und dadurch unterscheidet es sich von der ganzen 
übrigen civilisirten Welt. jeder gebildete Mensch, treibe 
er in höherem Sinn, was er wolle, Rom wird sein NVissen 
erweitern, und, will er selbst, seiner Bildung den Schluss- 
stein einsetzena. 
Die Bewunderung Rafaels, die Gedanken über ihn, 
gehen durch das ganze 'l"agebuch, das Studium der Werke 
desselben, macht sich Preller, neben den eignen Arbeiten 
zur stets fördernden und erqtiickenden Aufgabe. Es soll 
hier zusannnengefllsst werden, was er, zwischen anderen 
Notizen zerstreut, über Rafael aufgezeichnet hat. Zuvor 
LIlJCIJIILIg er noch über einen Besuch berichten, der ihm 
den Vaticntn und besonders lRafaels Stanzen, die er für 
seine Arbeit ganz besonders zu benutzen wtinschte, zu 
jeder Zeit öffnen sollte. 
nGestern (d. 17. Nov.) 5 Uhr Nachmittags Eibergalw 
ich den Brief des Grossherzogs dem Cardinal Antonelli,
        

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