Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469773
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ITALIENISCHE 
TAGEBÜCHER. 
F LORENZ, 
ZVANO, 
Rom. 
vollen Köpfen. Von Fiesole übersieht man den Garten 
von Italien, das Florentiner Land, viele Meilen weit. Welcher 
Reichthum! Tausend und tausende von Villen liegen zer- 
streut um die Stadt herum auf allen Hügeln, überall Be- 
haglichkeit und Fülle. Ohne malerisch Zu sein, ist dieser 
Blick doch wahrhaft bezaubernd. Wir waren Alle im höchsten 
Grade von dieser Tour befriedigta. 
Ein andermal bemerkt er: vIn diesem Augenblick ent- 
deckte ich eine noch nicht gekannte Liebenswürdigkeit 
der Florentiner. Vom Fenster aussehend bemerkte ich 
eine hübsche, etwas starke Frau, gut gekleidet, mit einen: 
grossen Strohhut, die ein Körbchen mit Blumensträussen 
trägt. Im Vorübergehn reicht sie einem Herrn einen und 
geht weiter, bald darauf einem zweiten und dritten, dem 
vierten steckt sie einen in die oPfne Weste, einer Equipage 
mit Damen wirft sie einen in den Wagen, ohne auch nur 
den geringsten Dank zu erwarten. Sie zieht ganz sola die 
Strasse entlang und behandelt den einen wie den andern 
gut gekleideten Menschen, indem sie jedem in Freundlich- 
keit ei11 Sträusschen zusteckt. Vielleicht hängt diese graziöse 
Sitte mit dem Festtage des heil. Franciscus zusammen. 
Das Volk erscheint allen, die mit mir sind, liebenswürdig, 
selbst in der Art und Weise wie sie betteln, oder in der 
Unzufriedenheit, wenn man ihnen nicht genug für geleistete 
Dienste reicht. In tinsrem deutschen Volke ist leider auch 
nicht die leiseste Spur von dieser 
Dic Sehnsucht nach Rom trieb ihn 
zu {indem u. 
fort. Nach 
Anmuth 
aber bald 
einem Aufenthalt in Florenz von acht Tagen, brach er 
mit seinem Zuge auf und ging über Pisa nach Livorno, 
von da zu SchifTc nach Civita Vecchia, dann auf der Eisen- 
bahn 
nach 
R0 m 
        

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