Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469751
.1 92 
ENISCHE 
ITALII 
TAGEBUCH] 
FLolu 
2x2, 
QLEVANO, 
Rom 
zu nähern, müsste einer Rafael selbst sein. Seine ganze 
lnnigkeit und Liebe in seiner Kunst konzentrirt sich in 
diesem schön geformten Köpfchen. Diese einzige Mutter 
blickt den Beschauei" an, als sollte er diesen Liebeblick 
nie mehr vergessen und das gelingt ihr wohl bei Allen, 
die eine Seele haben. Sie Lunfasst in dieser reinsten Liebe 
das schöne Kind und drückt es uns Herz. Der Johannes 
ist im Ausdruck unbeschreiblich anziehendu. 
nDas grosse schöne Bild der Madonna del Baldachino 
ist unvollendet, aber wunderbar im Ausdruck der Köpfe 
und schön in der Anordnung der Farbe.  Ueber das 
göttliche Bildchen: Die Vision des Ezechiel kann ich kein 
Wort sagen, man steht stumm vor Bewunderung der Grösse 
in diesem Miniaturrauni. Das Werk repriisentirt den ganzen 
göttlichen Genius des unsterblichen Rafael.  Unendlich 
anziehend ist mir das herrliche Porträt des Cztrdinal Bibiena. 
Ein feiner, edler, achter Itttliener, etwas verschmitzt aus 
dem Bilde heraussehend. Ähnlich geformt ltätte Rafaels 
Kopf vielleicht aussehen- können, wär er älter geworden. 
Sprechender und einfacher kann ich mir kein Porträt 
denken. So sonderbar es klingt, erinnert mich Rafael 
doch oft an Holbein, sowohl in der einfachen Färbung, 
als ernst ruhigen Auffassung des Menschen. Natürlich ist 
er edler und weniger Naturalist (im höheren Sinne). Genug 
davon. Es ist nicht möglich, auch nur des Interessantesten 
in der Galerie Pitti zu gedenken, da sie nur Schönes und 
Ausgezeichnetes besitzta. 
Unter täglichen Wanderungen, Kunststudien und Ge- 
nüssen fühlt die Familie das Glück des Meisters mit. 
nMarie, Friedrich und Olinda beiinden 
Abgeschiedenheit von allem Gewohnten, 
sich, 
doch 
trotz der 
behaglich
        

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