Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469653
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ZUR 
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Kunst kann man nur mit Extrapost abwärts gerathen. Ich 
halte daher Genellis Hiersein für ein Mittel, dieser Dilet- 
tantenwirtliscliaft einen Riegel vorzuschieben. Er steht 
nicht allein, er ist die Spitze einer kleinen Zahl, die auf 
demselben Wege wandeln. Die Aussicht auf die italienische 
Reise beglückt mich aufs Höchste, und gern will ich noch 
manches Ueble mitnehmen, wenn ich endlich doch zum 
Ziele 
komme u. 
Es sind die Vorbereitungen zur Stiftung der Kunst- 
schule, von welcher Preller spricht. Inwiefern seine üble 
Meinung gerechtfertigt war, soll hier nicht untersucht wer- 
den. Jedenfalls aber erkannte er sich auf ltünstlerischein 
Gebiet in vollem Gegensatz zu denjenigen, mit welchen 
für die Kunstschule unterhandelt wurde, da sie eine ganz 
realistische Richtung vertraten. 
Man hat sich tiarfiber gewundert und einen Vorwurf 
daran geknüpft, dass Preller nicht als Lehrer an die Kunst- 
schule, oder bei seiner jetzt allgemein anerkannten Bedeu- 
tung, an die Spitze des Instituts berufen wurde. Es frtigt 
sich, 0b das überhaupt, bei Prellers NLIIUY und Richtung, 
möglich und überdies einige Vertreter eines ihm ganz frem- 
den Kunststils, dazu Persönlichkeiten von anderer Lebens- 
fassung und gesellschaftlicher Stellung, bereits vorweg und 
unbedingt ins Auge gefasst waren. Preller hatte seit seiner 
Antwerpener Jugendzeit einen NViderwillen gegen die aka- 
demische Kunstbildung gefasst und bestiirkte sich mehr und 
mehr darin durch die Ueberzeugung, dass durch die Aka- 
demie jeder individuellen Entwicklung Eintrag geschehe. 
Grade so, wie seine Vorgänger Carstens und Koch nichts 
von solchen Bildungsanstalten wissen wollten.  Die Direction 
der Zeichenschtile übernahm PTCllCY ohne Bedenken, weil es.
        

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