Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469586
C A R" 
7-UR 
Omas: 
175 
nach harter Jugendarbeit sein Ziel in Rom, um mit voller 
warmer Seele die höchste Aufgabe der Kunst zu erfassen. 
Und zwar sich beschrankeiicl auf eine Einfachheit, die Allem 
widerspricht, was der Geschmack an der Kunst gesündigt 
hatte, eine Einfachheit, die doch das Grösste und Schönste 
unvergleichlich auszupriigen weiss. Es sind nur Zeichnungen, 
oder mit dem Pinsel leicht getuschte Blätter, von nicht 
grossem Umfang, und doch ist die Reform der Kunst, ihr 
Wiederfinden der reinen Schönheit, bedeutend darin aus- 
gesprochen. Diese Gestalten von Männern und jünglingen, 
voll üppiger Lebenskraft, blühender" Fülle, Sinnlichkeit, 
Naturwahrheit, sind vor Allem unbedingt schön; und durch- 
xxreg schön, wie jede Einzelngestalt, sind diese Gruppen in 
ihrem Aufbau und in ihren Linien. Natur und Schönheit, 
das ist der erste grosse Gewinn, den Carstens der Kunst 
wieder brachte. Stol-Hich hält er sich auf griechischem 
oder rein idealem Gebiet. Das goldene Zeitalter, Homer 
unter seinen aufmerksamen Zuhörern, die Geschichte des 
Megapenthes, das Gastmahl des Plato  es ist bewun- 
derungswerth, welche Vielgestaltigkeit und welchen For- 
menreichtlmin er diesen einfachen Xhrgiingen zu geben 
weiss. 
Vilie die Malerei bis zu Curstens, so hatte die Plastik 
sich mühszun von Bernini bis zu Canovzt und weiter bis 
zu Flaxrnalnn und Thorwzildsen, an der Antike durchzu- 
arbeiten. Die neue Kunst belebte sich in einem neuen 
"Götter- und Heroendienste. n Ehe die Romantiker kommen 
konnten mit ihrer Forderung, die Kunst in der Religion 
zu suchen, mussten wir wieder Classikei" gehabt haben, 
Welche die Religion in der Kunst fundena. (D. Kunsthl.) 
Die he1'vo1'i'age1ulstei1 Schüler Carstens" waren Koch,
        

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