Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469571
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DIE 
CARTONS zum 
IITEN 
Onvsssn. 
Dasselbe ist von Salomon Gessner zu sagen, dem Idyllen- 
dichter in geschmückter Prosa, und zugleich mit Stift und 
Radiernadel. Seine zahlreichen Blätter zeigen Thiiler 
und Felsenverstecke, aber oft auch recht verschnörkelte 
Garten und Lattenlauben, bevölkert von Nymphen, Faunen, 
Hirten, Thieren und sonderbar verzopften Statuen; zuweilen 
aber auch in edler Linienführung und Naturstimmung. 
Und zu denjenigen, die sich der Natur ZUXVGIIÖCICH, 
gehört auch Daniel Chodowiecki, nicht so wohl der land- 
schaftlichen, sondern der menschlichen, in der endlosen 
Mannigfaltigkeit ihrer Erscheinungsformen. Das Kleinleben 
der Tageswelt hat er mit Meisterhand, oft auf den 
winzigsten Blättchen, festgehalten. Die charakteristischen 
Ph5tsiogno1nien und Gestalten jedes Standes, oft in seinen 
ausgeprägtesten gesellschaftlichen Typen, beweisen den un- 
ermüdlich forschenden Blick und nachbildenden Trieb dieses 
Beobachters wenigstens 
Nicht den Menschen in 
der landläufigen 
dem Adel seiner 
Menschennatur. 
Form stellte er 
dar, aber die Leute, wie sie sich gaben und sich mit allen 
Zufälligkeiten der Mode sehen licsscn. Seine grosse {Beliebt- 
heit beweisen die tausende von Blättchen in Alnmnachcn 
und Taschcnbiichern, deren mangelhafte Illwustrationen zu 
Gedichten und idealercn Literaturwcrken man verzieh, 
köstlichen Gruppen aus dem Alltagslebelu. 
reinen Blick für die Schönheit des Menschen, 
über die 
Den 
geübt an der antiken Plastik und an dem Studium der un- 
verhüllten lebendigen Gestalt, hatte erst Asnius jilliOl" 
Carstens (1754-1798). Für seine Augen schien die traditio- 
nelle Manier kein Dasein zu haben, wie seine Künstlerhanrl 
nie ClllVOll beeinträchtigt wurde. Gleich Vlinckelniann in 
den künnnerlichsten Umgebungen aufgewachsen, fand er
        

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