Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469529
ZXVEIT. 
ZUR 
"ONS 
ODYSSE 
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Leistung, so doch die Persönlichkeit; wo nicht die Per- 
sönlichkeit, so doch an der Leistung was ihm irgend nur 
lobenswerth diiuchte; der entgegengesetzten Richtung aber 
11121Cl1t6 er kein Zugestiindniss. W'ar sie die begünstigte, 
S0 zog er sich entweder schweigend oder mit entschiedener 
V erurtheilung zurück.   
Im Mai 1838 ist er wieder in Karlsbad, und kann der 
Freundin nach Berlin berichten, dass es mit seiner Gesund- 
heit diesmal xiortrerllich stehe. Eins fehlt ihm aber den- 
noch die Erlaubniss zur Beschäftigung. nIch komme mir 
also unnützer vor, als die verachtete Brummfliege, und 
brummen darf man auch nicht mal, man soll stets suchen 
sich die Ruhe zur geistigen Heiterkeit zu erhaltene. Kurz 
darauf meldet er: nZu den 12 Cartonen ist noch ge- 
kommen: Der Eingang zur Unterwelt und die Grotte auf 
Ithaka mit der Minerva. Sämmtliche Zeichnungen mit den 
zwei grossen Seestürmen, sind jetzt auf dem NVege nach 
München. Es würde mir grosse Freude sein, wenn man 
meinem Wollen auch dort einige Gerechtigkeit wieder- 
fahren liesse. Einen eigentlichen Glauben daran habe ich 
aber nicht, weil die Besten dort sich selten über die bai- 
rische Gebirgsnudelei erheben können. Ich gehe ernstlich 
mit dem Plan um, mit Friedrich undmeiner Frau im Laufe 
des Sommers die Ausstellung zu sehen, da ich mir sehr 
Bedeutendes dort verspreche. Friedrich hat in seinem 
zweiten Bilde, womit er noch nicht ganz fertig, einen 
grossen Fortschritt gemacht, und ich glaube, er wird sich 
mit Ehren durcharbeitenu.  
Es war das erste Mal, dass die Cartons zur Odyssee, 
welche bisher in Dresden, Berlin, Düsseldorf und an einigen 
anderen Orten, für sich allein ausgestellt worden waren,
        

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