Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469410
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DIE 
ZUR 
CA wroxs 
ZKVEITEN 
ODYSSEE 
Zuvördcrst 
fühlte 
sich 
Karlsbad 
einer 
froh 
gehobenen Stimmung, die denn auch auf seine 
einwirkte. Seine Briefe sind voll innersten 
Kur günstig 
Dankes für 
die Freundin, die ihm so viel neue Anregung gegeben. 
Wenn er später zu sagen pflegte: nOhne die Storch wiire 
kein Strich von mir über Weimar hinausgekommena, so 
hat dies wenigstens in Bezug auf seine Odysseecartons 
seine Gültigkeit, denn sie war es, die sie eigentlich in die 
XVelt  einführte, ja sogar ihren vollen Antheil hatte, dass 
er den Cyklus erweiterte und nach München schickte, wo 
sie ihm die höchste Ehre brachten und wo zugleich über 
ihre monumentale Yerwerthting entschieden wurde. 
Zur Nachkur folgte er der Einladung des Archixtrath 
Kestner nach Hannover, des ältesten Bruders des vrömi- 
scheue Kestner, welchem er in seiner Jugend nahe ge- 
standen und dessen ganzer künstlerischer Nachlass nach 
Hannover gelangt war. Darüber schreibt er (1 1._Iuli 1857) 
von Weimar aus: nIn Hannover habe ich schöne Tage 
im Hause Kestners verlebt! Die Zeit von 9 Uhr Morgens 
bis 3 Uhr habe ich jeden Tag in der Sammlung zugebracht 
und tinentllich schöne Stunden gehabt. Meine ganze in 
Rom zugebmchte Jugend ging mir nochmals durch die 
Seele. Fast an alles Einzelne knüpften sich besondere 
Erinnerungen oder Facta dieser schönen Zeit. XVirklich 
mir Neues fand ich ausser einem prächtigen Porträt (wahr- 
scheinlich von Rafael) nicht viel oder nichts, aber unter 
dem mir Bekannten ist so viel Schönes und Tüchtiges, 
dass ich sehr gern noch langer geblieben wir. XVollte 
Gott, ich siiss schon wieder tiefin der Arbeit! Der Anfang 
fallt mir stets schwer, nicht der Sache wegen, ich finde 
nur den Uebergang vom Nichtsthun zur Thätigkeit nicht.
        

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