Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467795
XII 
EINLEITUNG. 
doch ganz selbständigen und genialen künstlerischen Kraft, 
ein Höchstes auf dem Gebiete der idealen Schönheit erreicht 
worden ist. 
Wenn ich von solchem Gesichtspunkt aus Prellers 
Lebens- und Schaifensgang darzustellen, und nicht sowohl 
eine kunsthistorische Monographie, sondern eine Biographie 
zu schreiben unternahm, so konnte ich selbstverständlich 
seine Stellung in der Kunstgeschichte nicht aus den Augen 
verlieren. Gleichwohl lasse ich den Kunsthistorikern noch 
viel zu thun übrig, und ich verwahre mich gegen die Zu- 
muthtmg, auf ihrem Gebiete etwas Erschöpfentles geben 
zu müssen. Wird doch eine genaue Übersicht der Ar- 
beiten Prellers noch gar nicht zu ermöglichen sein, da die, 
bei der unermüdlichen Schaffenskraft des Künstlers, nicht 
geringe Anzahl von Ölgemiilden und die noch zahlreicheren 
Aquarellbilder, Zeichnungen und Radirungen, weithin zer- 
streut sind, so dass auch diejenigen, welche seine Arbeit 
in der Nähe verfolgen durften, eine genügende Auskunft 
darüber nicht geben können.  
Für das rein Biographische dagegen wurden mir sehr 
schiitzensxxrerthe Hülfsitiittel zur Verfiligung gestellt, nämlich 
ausser dem brieliichen Nachlass eigenhändige Aufzeich- 
nungen Prellers über seine Jugend, sowie ausführliche Tage- 
bücher seiner italienischen Reisen. Dazu kommen ausführ- 
liche Notizen über Prellers Lebensgang, seine Kunsturtheile, 
Ansichten, aus Unterhaltungen entnommene Aussprüche 
von der treuen wie zur Familie gehörigen Freundin des 
Prellerschen Hauses, dem Fräulein Olinda Bouterweck 
(Tochter des in Göttingen 1828 verstorbenen Literarhisto- 
rikers) niedergeschrieben und von Friedrich Preller, dem 
Sohne, vervollständigt. Der Wunsch lag nahe, die eigen-
        

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