Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469400
DIE 
Cmrroxs 
ZUR 
ODYSSEI 
157 
zctigting vom Rechten geworden. Ich ltannte nie ein eigent- 
liches Fttchx, mir stand Architektur, Skulptur, Historie, 
Blumen- und Landschaftsmalerei gleich hoch, und so ist es 
noch. Mit Allem ltann man zum Höchsten kommen, in 
Allem kann man an der Schale haften bleiben. Die Natur 
ist für Alles der Quell, aus dem wir schöpfen sollen. Das 
höhere oder niedere Verstiindniss derselben bezeichnet den 
Künstler. Atif tlas was Einem vom Himmel geschenkt 
wird, kann Niemand stolz sein, und das, was wir erlernen, 
kann und wird uns nicht hochmütltig machen. Nur glück- 
licher oder glücklich können den Künstler iiusserc Ver- 
hältnisse machen. Ich bin und bleibe derselbe für alle 
Zeit, die mir vergönnt ist. Schenke mir der Himmel nur 
leidliche Gesundheit und Kraft, um nicht zu schreckliche 
Störung zu erfahrene. 
vKennen Sie Herrn Lübke, so sagen Sie ihm, dass 
ich wahrhaft beglückt bin, in ihm einen Menschen mehr 
zu wissen, der mit acht künstlerischem Sinn und Verstand- 
niss mich auf meinem NVege begleitet. lch bin lange 
genug allein gewandelt, solchen Begleiter zu haben, ist 
hoher Genuss. Mit ihm möchte ich wohl einmal _eine 
Studienreise machen. Wir würden einander viel mitzu- 
theilen habenu. Zu einem fördernden K7erkehr kam es denn 
auch bald, sobald bei dem Besuche Prellers in Berlin eine 
rknnaherung zwischen ihm und Lübke stattgefunden, die 
illlih weiter zu einem brieflichen Austausch und Zusam- 
m cnhan g 
führte. 
l Dieser von Prcllcr oft wiederholte Ausspruch ist so charuktu- 
Ylstxsch, dass er besonders betont werden muss. Es ist Goethes Univer- 
sahsnuls der Kunst, den er in seiner KVcisc vertritt.
        

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