Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469220
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I4. Febr. 1854, nNVenn mir der Himmel Schwingen 
Verleiht, linde ich mein Heil nicht unter Brennesseln und 
Brombeerbüschen. Also, theure Freundin, nur aufwärts 
mit Ihren schönen Augen, in ihnen müssen sich ganz andre 
Dinge spiegeln als Dresdener Erdbeerblüthen, weimarische 
Hummeln, Maikiifei" u.  w. jeder treibe es wie er ltann, 
jeder bilde aus, was der Himmel ihm verliehen, jeder fliege 
oder krieche, je nachdem er Flügel, Beine oder keins von 
beiden hat. Sie, liebe Freundin, müssen Hiegen: Thun 
Sie es nicht, so verkennen Sie Ihre Gabenlu 
Nicht zu fibergehen ist Prellers Urtheil über Nlenzels 
Bild: das Diner in Sanssotici, wovon Frau Storch ihm einen 
Stich gesendet hatte. (April 1854.) nIcli habe mich wieder 
herzlich gefreut, ein NVerl; zu sehen, was in jeder NVeise 
lebendig getiacht und höchst geistreich gemacht ist. Ich 
sage mit Willen blos lebendig gedacht, weil ich geistreich 
gedatcht nicht sagen kann. Es scheint mir niimlicli nicht 
für ein Kunstwerk ausreichend, dass eine Gesellschaft um 
einen Tisch sitzt. Olintlat wollte erkennen, dass Voltaire 
eben einen Witz macht. Ich gestehe dzwon nichts zu 
merken, ich sehe blos eine Friedrich sich zutieigende Be- 
wegung, an die sich nur wenige Personen anschliessen. 
Da ich das Wort nicht selbst vernehmen kann, muss ich 
wenigstens die Wirkung auf die Gesellschaft spüren. Dies 
ist hier vergeblich. Die ganze Gesellschaft sitzt, getheilt 
im Interesse, jeder mit geschlossenemMunde, und so laann 
ich mir weder denken, dass Einer spricht, noch dass Einer 
lebendig erregt wird. Der Sache fehlt grade das, was man 
gut gedacht nennen könnte. Die Entstehung dieses Bildes 
darf man, glaube ich, dem sehr malerischen Costüm und 
Möbels zuschreiben, an denen Menzel sein geistreiches
        

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