Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469176
134V 
Du 
XORDISCHI 
Epocmz. 
HAUS 
Wüznxsnvrr 
UND 
überhaupt wiir, dass dies Bild um nichts besser ist, ja in 
Vielem schlechter, als eine Stobwassersche Schnupftnbaks- 
dose. Das ist die Misere in grossem Masstabe! An der 
neuen Galerie in München hat Katilbach begonnen, sich 
selbst zu schmähen. Seine Kunst wird er selbst überleben. 
Vielleicht wiir er ein besserer Genrenmler gexxtorden. Zum 
 ist er zu geistesarin.  Von München 
gingen wir nach dein Gebirge und dort wären wir wohl 
im meisten übereinstimmenti gewesen. NVie oft habe ich 
du gewünscht, sie möchten diese gewailtige Natur mit uns 
tiurchvxtantlern. Die Masse der Münchener Landschafts- 
nmler scheint dieses grossartige Land nicht zu bewältigen. 
Mir scheint, nur Zininiernmnii, Heinlein und Morgenstern 
verstünden es windig zu behandeln. Die Schneeberge und 
Gletscher im Bild zu verwenden, dazu gehört mehr als 
Brodessen und die Meisten kauen an altbncknen Rinden. 
Im bayrischen Gebirg ist RLIIDSLILI und Hintersee höchst 
malerisch, und {ein wie sich die herrlichen Ahornen mit 
dem Gebirg verbinden. Salzburg ist mit Umgehung wahr- 
haft italienisch und auch dem genügend, der Italien kennt. 
Das sogenannte schlechte Wetter, worüber so viele Rei- 
sende klagen, ist mir nicht zuwider gexvescn, denn nur 
im Kampf mit dem Wetter ist das Gehirg wirklich male- 
risch. Die Nebel und ziehenden NVetter verdecken oft die 
grossen, nie mit Glück zu behandelnden Waldfliichen, und 
geben dem Ganzen eine Majestät und ernsten Ton. Heller 
Sonnenschein und solche Grösse und Verwegenheit der 
Linien scheinen mir nicht oft glücklich zu verbinden. 
Neben all diesem Schönen kommt mir vor, als passe meine 
Natur doch nichx ganz für dergleichen Gegenstände. lch 
habe es verschiedentlich versucht, sie zu bearbeiten, linde
        

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