Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469133
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Du 
Evocnß. 
NORDISCHE 
UND 
HAUS 
RKSÖ 
passen, und ein ernster Vorwurf nicht etwa heiter ge- 
färbt seine. 
njeder Schüler studire die "menschliche Figur so ernst 
wie möglich. Sie dient ihm als Grundlage für jedes 
Fach, er möge wählen welches er wolle. Nichts in der 
Natur übertrifft die Reinheit und Schönheit der Formen 
im Menschen, nichts die Feinheit der Tinten im mensch- 
lichen Fleisch. Wer beides sehen und itachffihleit kann, 
darf darauf rechnen, Zeichner und Colorist zu werden. 
Der an der menschlichen Figur {eingebildete Sinn für 
Form und Farbe trägt sich auf alles Andre über. Geschmack- 
los in der Wahl des Gegenstandes oder in der Führung 
der Linien in der Landschaft wird der nie wertlen, der 
sich auf diese Weise gebildeta. 
Nach diesen Grundsätzen verfuhr er auch bei der 
Heranbildung seiner Schüler in der Werkstatt. Diese lag 
nicht weit von seiner Wohnung, in den noch zum Parke 
gehörigen Gartenanlagen, an der Strasse nach Belvedere. 
In den Räumen, über die er verfügte, waren meist alle 
Plätze besetzt. Bei seiner umfassenden Theilnaltme, seinem 
Verstiütdniss für jedes Gebiet der Kunst, hatte er ein 
liebevolles Auge auch für das scheinbar Geringfügige. 
Ein unbedingter Verehrer des Michelangelo, wollte er 
doch auch die Blumenmalerei nicht unterschätzt wissen, 
und hatte, neben Olindas ein für allemal feststehendem 
Platze im Atelier, meist noch ein paar Tische für Damen, 
die sich in dieser Kunst übten. 
Unter seinen Schülerinnen behauptete die hervor- 
ragendste Stelle Frau Anna Storch aus Schlesien. Sehr 
jung XVittwe geworden, in tmabltangiger Lage, nahm sie 
zeitweise ihren Attfenthalt in dem thüringischen Badeorte
        

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