Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469069
D112 
NORDISCHE 
Evocm 
WERKSTATT. 
UND 
HAUS 
123 
andere hervomagende Künstler brachten neues Leben in 
die bisherige Ruhe der Stadt. Den eigentlichen künst- 
lerisch-gesellschaftlichen Mittelpunkt bildete das Haus der 
Fürstin Witgenstein mit ihrer schönen Tochter, der Prin- 
zessin Nlarie (späteren FürstinHohenlohe), welche, in freund- 
schaftlicher Beziehung mit der Grossherzogin Mutter, Nlarizi 
Pauloxxrna, stehend, ihren Wohnsitz in Weimar genommen 
hatte. In der Altenburg, einem jenseits der Ilm gelegenen 
Schlösschen, richtete sie ihre Haushaltung ein. Eine hoch- 
gebildete, für jeden bedeutenden Ausdruck der Kunst leb- 
haft ergriffene Frau, that sie Alles, um die in XVeinrai' 
vorhandenen geistigen Kräfte zu vereinigen, zu wecken, 
alufztiregen, und ein erhöhtes gesellschaftliches Leben zu 
fördern. Lag die Musik, und insbesondere Lißts und 
Wagiiei's Richtung ihr ganz besonders am Herzen, so war 
darum keine andere Kunst von ihrer Theilnahme ausge- 
schlossen, und so verlangte ihr Geist auch nach ernst 
wissenschaftlichem Verkehr, nach Belehrung und Aufkla- 
rung. Sie VGYSLUUIHClIC Gelehrte, Schriftsteller, Künstler um 
sich, ihre Salons waren täglich von ltltigeu und geistreichen 
GCSPYÄClIGD belebt. In kurzer Zeit War Wieimtti" wieder 
das Reiseziel für zahllose Gäste geworden, welche nicht 
nur die Stätte der Grossen von Alt-XVeimar besuchten, 
sondern auch das lustige und anregende Neu-Weimar 
kennen lernen wollten. Andere nahmen-ihren dauernden 
Aufenthalt in der Stadt, wie Hoffmann von Fallersleben, 
der trotz seiner Jahre, und etwas vervvuntlert dreinschauend, 
mit in den Strom hineingezogen wurde.   
Der Genialität zweier Persönlichkeiten, wie Franz Lißt 
und der Herrin auf der Altenburg, war nicht zu wider- 
stehen. Auch Preller musste seinen anfänglichen Rück-
        

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