Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1469028
xoanrscnß EPOCHE. 
D112 
H AUS 
UND 
WERKSTATT. 
119 
l-laertel: nIn Leipzig hatte Karl Hummel grosse Begier, 
unsere Bilder einmal wieder zu sehen, und ich ging mit 
ihm dahin, wo Karl mich wahrscheinlich dem Herrn L. 
gemeldet hatte, denn selbiger kam kurz nach meinem Ein- 
tritt auch herunter und war sehr artig und erfreut, mich 
einmal zu sehen. Nach kurzer Unterhaltung wollte ich 
mich empfehlen, Herr L. jedoch hielt mich noch einige 
Nlinuten zurück und machte mir hier den mündlichen An- 
trag für das andere Zimmer, mir tireistellend, wann ich 
beginnen wollte und könnte. Auch nahm er den Vor- 
schlag einer Reihenfolge nordischer Bilder für dieses Zim- 
mer sehr gut auf und ich freute mich von ganzem Herzen 
und machte die Reise doppelt vergnügt. Holjfentlich werde 
ich mit dem Wielandziininer künftigen Winter ganz fertig 
und dann bwürde ich nichts lieber anfangen, als diese Ar- 
beit, die mich ganz und gar beschäftigen würde, weil mir 
nichts willkomnaenei" kommen könnte, als eine Aufgabe 
dieser Art, die mich wieder frei schalten liisstu.  Der 
Plan dieses nordischen Zimmers kam nicht zur Ausführung. 
Woran er scheiterte, habe ich nicht linden können. Prellers 
in dieser Zeit schon beeinträchtigte Stimmung wird da- 
durch nur noch trüber geworden sein, zumal auch sonst 
von aussen nichts an ihn herantrat, was ihm einen Auf- 
schwung, sei es zum Schal-Yen, sei es zum Leben, hätte 
geben können. nAlles was ich damals machten, schreibt 
er, nwaren Erzeugnisse eines geistig wie körperlich kranken 
Menschen a.  
Bedeutender und auch innerlich befriedigender für ihn 
wurde eine Reise, die er 1840 nach Norwegen unternahm. 
Der Maler Bellermann aus Berlin und zwei Schüler Prellers, 
Hummel und Thon, schlossen sich ihm an. Die Küsten-
        

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