Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468981
WEnL-xu UND LEIPZIG. 
D11: ERSTEN ObYSSEl 
-GE1HÄLDE. 
HAUSSTAND. 
115 
widmet. Die YVände dieser vDichterzimmera sollten mit 
Darstellungen aus den Schöpfungen Goethes, Schillers, 
Wielands, Herders geschmückt werden. Schorn erhielt die 
Oberleitung dieser Ausschmückting. Für die Goethe- und 
Schillerzinnnei" wurden Neher und jaeger berufen, der für 
Herder bestimmte Raum liel an ]aegei' allein, das kleine 
XVielandzinni1e1' übertrug man Preller. Die Aufgabe wicier- 
strebte ihm, der nur eben von seinen Odysseebildern kam, 
durchaus, und es bedurfte der eindringlichen Ueberredung 
seiner hohen Gönnerin Maria Paulowvna, um ihn gefügig 
zu machen. So wenig die Arbeit nach seinem Sinne war, 
gelang sie ihm doch insoweit, dass das kleine NVieland- 
zimmer (die Arabesken darin sind von Simon) den am 
meisten harmonischen Eindruck unter allen diesen Räumen 
macht. In der Hauptsache besteht der Schmuck in einem 
Wandgemälde, eine phantastisch-orientalische Landschaft 
darstellend, deren Staffage eine Sceneaus dem Oberon 
bildet. Der Friesstreifen illustrirt das erzählende Gedicht 
Pervonte von Wieland. Preller- begann seine Arbeit im 
Jahre 183;. Ein Brief an den Leipziger Freund sagt aus, 
dass er noch im Winter 1839 damit beschäftigt gewesen. 
Fühlte er sich mit der Aufgabe nicht einverstanden, so 
war er es mit der Ausführung ebensowenig. Und es ist 
fragwürdig, warum man seinen Wünschen-nicht nachge- 
geben, ihm einige Stoffe mit antik-südlicher Scenerie aus 
Goethes und Schillers Dichtungen zu überlassen? Von 
Goethes nWanderera an, zur Iphigenie, bis zur Pandora, 
und in Schillers Balladen und anderen Gedichten würde 
sich genug für ihn Geeignetes gefunden haben. 
"Ein eigentliches Kunstleben wurde durch diese Xier- 
einigtmg der Künstler zu gemeinsamem Zwecke-doch nicht 
8.,
        

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