Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468881
W EIMAR um) LEIPZIG. 
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HAUSSTAND. 
105 
0b er den Unterricht, den der Verstorbene in der ersten 
Klasse der Zeichenschule ertheilt hatte, fortan übernehmen 
wolle? Das Jtihrgehalt dieser Stellung betrug 120 Thaler, 
die Grossherzogin aber versprach die geringe Besoldung 
durch die alljährliche Bestellung eines Bildes um 200 Thaler 
zu erhöhen. Dieser Antrag mochte für den jungen Künstler 
eher etwas Erschreckendes, als Beglückendes haben, und 
doch forderte er zu ernster Erwägung heraus. Dass man 
ihm XYOlIlVxYOllItZ, konnte Preller nicht verkennen. Man 
suchte ihn Weimar zu erhalten, und that dazu, so viel die 
Verhältnisse gestatteten. Die Augen der Eltern mochten 
freudig und bittend auf dem Sohne ruhen. Der Wunsch 
und die Pflicht für seine Braut und sich bald den eignen 
Herd zu gründen, traten vor seine Seele. Er sagte zu, 
und im Stillen Linterdrückte er die beklemmende Aussicht, 
v zeitlebens Zeichenlehrer zu bleiben u. 
Inzwischen war der schon öfter genannte Dr. Haertel 
nach seinem Wohnort Leipzig zurückgekehrt. Ein für Kunst 
begeisterter junger Mann, welchem günstige V ermögensver-- 
hältnisse gestatteten, sein Leben ltünstlerisch zu schmücken, 
hatte er sich in Leipzig ein schönes Haus im römischen 
Villenstil bauen lassen und für den malerischen Schmuck 
der Innenriitime bei seinem Aufenthalt in Rom die Mit- 
wirkung Genellis und Kochs gewonnen. An Prellei" ge- 
langte anfangs noch kein Antrag (den beiden fertigen 
Meistern gegenüber mochte die Kunst des jüngeren noch 
nicht bewahrt genug erscheinen), obgleich er eine italienische 
Landschaft bei ihm bestellte und einige Zeichnungen von 
ihm erwarb. Wie aber das Verhaltniss zwischen beiden 
sich freundschaftlich erwärmte, wuchs auch bei Haertel das 
Vertrauen zu Prellers schöpferischer Kraft. Und als er
        

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