Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468762
ZIMKEHR. 
G01 
TFHES 
Ton. 
ßDer Wanderern geschrieben, der, über Trümmern antiker 
'l'empel schreitend, die bestimmte Xbrahnung einer idealen 
Kunst in sich erwachen fühlt, seitdem sollte, über Götz, 
Werther, Egmont hinaus, die ganze Macht naturalistischer 
SehaPfensf1'eude ihn beleben, bis er bei der Iphigenie 
anlangte. Und dennoch war" ihm der rein ideale Trieb 
itiemals verloren gewesen. Prellers Phantasie belebten in 
der Jugend schon die Gestalten und Bilder der Odyssee, 
du er im Süden Italiens seinen Homer las. Er ölurfte diese 
Gestalten, wie wir bald sehen werden, in einem ersten 
Cylaltis von Odysseebiltlern festhalten. Dann aber folgte 
bei ihm eine längere Epoche naturalistischen Schaffens, 
bis er zu seinem grossen Odysseewerke anlangte und 
damit zur idealen Kunst zurückkehrte, die auch von ihm 
innerlich niemals aufgegeben worden war. 
Fürs erste freute er sich noch der Arbeit an einer 
italienischen Landschaft, die er im Auftrage seines Freun- 
des Haertel malte. Er benutzte dazu die Scenerie der 
(lampagna um Torre di Quinto. Am I. Aug. 1831 sendet 
01' die Skizze dazu nach Leipzig und fügt hinzu: n Der 
Gegenstand wird Ihnen nicht fremd sein, obgleich ich mir 
manche Freiheit bei der Wiedergabe desselben erlaubte, 
um es womöglich als so kleiner Abschnitt eines solchen 
grossen Ganzen doch interessant zu machen. Der Ge- 
danke des Ganzen, glaube ich, wird leicht dem Kenner 
der Campitgnzt verständlich werden und ich wollte Sie, 
mein verehrtestei" Freund, recht sehr um Ihre Meinung 
dabei bitten. Unsern alten Goethe freute die Verbindung 
der Figuren mit der Landschaft sehr und er fand den Sinn 
slCS Ganzen poetisch und gut, indem durch das Holztragen 
und Feuerzüntlen am Abend der weniger schädliche Ein-
        

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