Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468721
HEIMKI 
GOETHI 
S9 
lung des Kanzlers von Müller, empfangen. Goethe wurde 
durch den Schmerz, den er unterdrücken zu können geheilt, 
überwältigt und auf das Krankenlager geworfen, so dass 
man für sein Leben besorgt war. Er genas noch einmal, 
wollte jetzt aber im Innern verschliessen, was für ihn über 
alle 
Gespräche 
hin aus 
1115; 
A111 27. December schreibt Goethe jenen ergreifenden 
Brief an Kestner über seinen Verlust und die letzten Briefe 
seines Sohnes. Am Schlusse heisst es: nThorwaltisc-n und 
Allen und jedem meine dankbnrsten Empfehlungen; den 
guten und geschickten Preller mit eingeschlossen, der, wie 
ich höre, auch von einer Krankheit angefallen worden. 
Haben Sie Güte, einem so schönen Talente niit einsich- 
Iigeni Rzithe beizustehena.  
Darüber waren bei Prellers Heimkehr sieben Monate- 
Ycrgzingen und es ist doch wohl nicht anzufechten, dass 
Goethe sich jetzt nicht über eigne Angelegenheiten mit 
dem jungen Manne unterhalten mochte, sondern seinem 
Schützling lieber einen angenehmen Empfang bereitete und 
über Italien, Kunst und Studien mit ihm sprach. 
Ein stillschweigender Verkehr über August sollte 
zwischen ihnen aber doch noch stattiinden. Als Preller 
ihin erzählte, dass-er in seine Skizzenbücher die Portraits 
aller seiner Bekannten in Rom gezeichnet habe, bat Goethe 
sich dieselben aus, um sie für sich zu durchblättern. Preller 
Verstand, dass er nach den Zügen seines Sohnes suchen 
Wollte, welche sich in der That darin befanden, und brachte 
ihm die Bücher. Als er nach einigen Tagen wiederkani, 
reichte Goethe sie ihm nstill und ernstu zurück. Aber zu 
Hause angelangt und an bekannter Stelle nachschlagend,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.