Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468652
Srunu 
AHRE 
Rom. 
und so glaubt sein Arzt, der ihn schon ruhig dem anderen 
zur Sorge allein überlassen hat. Und denkt Etich, er 
bekam die natürlichen Blattern, obwohl er vaccinirt war; 
indess, wie sein Arzt an seiner Narbe sieht, nicht hin- 
reichend. Er war hauptsächlich meiner Pflege überlassen; 
d. h. Freunde hat er die Menge, aber Manche hatten die 
Blattern nicht gehabt, und Alle sind arm so wie er, und 
jemand musste da sein, der die Leitung der ganzen Pflege 
übernahm. Der italienische Arzt hat sich sehr geschickt 
gezeigt ; er ist der, den ich, gegen das Vorurtheil Mancher, 
für den besten hier halte. Nun Preller ist hoffentlich 
gerettet, Gottlob! Aber ein zhiderer, der eben so nahe 
meiner Sorge anheim gefallen war, ist gestorben, der 
einzige Sohn Goethesa. 
Es scheint, dass Preller wiihrentl dieser Zeit der 
Abgeschiedenheit von den öffentlichen Dingen nicht er- 
fahren hat, was inzwischen die Welt im Grossen bewegte 
und auch das stille Kleinleben seiner Braut und deren 
Mutter empfindlich bertihrte. Denn in jenen September- 
tagen, da er von Olevano aus schrieb, dass er Atlgtist 
Goethe erwartete, stand Antwerpen in hellen Revolutions- 
fiammen. Die julitage des Jahres 1830, welche von Paris 
aus, Frankreich eine neue Dynastie und Verfassung gegeben, 
wirkten aufrüttelnd und weittragentl durch ganz Europa. 
Am nächsten und zuerst wurde Belgien ergriffen, wo die 
Gahrung schon im August attfbrauste, und bei der Auf- 
führung von Aubers Stummen von Portici das Losungs- 
wort der Befreiung empfing. Belgien trennte sich von 
Holland, nicht ohne Kampf gegen die holländischen Waffen. 
Antwerpen, an der Grenze gelegen, wurde der Angriffisptinltt 
für die Holländer, der nächste Yertheidigtmgsptinkt für die
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.