Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Theodor Horschelt
Person:
Holland, Hyazinth
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1466005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1466819
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durch Zeit und Regen schwarz und braunrot gefärbt. 
Dort und da stand einer der hohen viereckigen Türme, 
in welchen sich die Gebirgsbewohner oft aufs äusserste 
verteidigten. Dann bog man plötzlich aus der schattigen 
Strasse an den hellen, sonnenglitzernden Fluss hinaus 
und wieder in eine enge, dunkle Gasse. Viele Häuser 
hatten gar keine Thüren, das   
heisst nicht zu ebener Erde, maß-ITT 
sondern sie befand sich etwa  ää,  i" 
im ersten, zweiten oder gar  q. 
dritten Stock, und ein grosser, I,  l. 
gegen die Mauer gelehnter, wir ' "I ji"  f; 
etwas treppenartig eingeschnit-   
tener Balken bildete den ein-  
zigen sichtbaren Zugang. Aller- i"   
dings war bei den hart an den Ü, 
Berg gebauten Häusern meist   
noch eine Hinterthür, durch   
welche man selbstverständlich 53'  
gleich ins oberste Stockwerk   
trat; hier scheinen manchmal  
die Ställe zu sein, denn als ich    ' "N 
von der Strasse emporschaute,   I 
blickte eine Kuh aus einem der   
obersten Fenster. In manche  Ü 
Häuser konnte man auch  a Sä"  
nur über das Dach anderer; i"   
viele hatten zwei bis drei nl__ Lesghm auf Wachtposterm 
Balkone, welche mit langen, durchlaufenden Stangen 
verbunden waren. Freilich gab es da oft keine Ge- 
länder, häufig sogar keinen eigentlichen Boden; denn 
auf den Balken, welche aus den Wänden hervorragten, 
lagen hie und da nur ein paar Bretter. Im ganzen, 
die flachen Dächer abgerechnet, erinnert die Bauart an 
bayerische oder Tiroler Gebirgshäuser, besonders sind 
Geländer, Stützpfosten und dergleichen in auffallend 
ähnlicher Weise ausgeschnittenr. Die Aufnahme schien 
eine sehr freundliche, da das Aul (Dorf) sich freiwillig
        

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