Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Theodor Horschelt
Person:
Holland, Hyazinth
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1466005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1466407
traten, geriet ganz Wien und bald auch die weitere 
wgebildete Weite in helles Entzücken. 
Das nach dem bekannten französischen Volks- 
märchen gemodelte Singspiel wDie Eselshautß (Musik 
von Hummel) gab den ersten Anlass, die Wiener durch 
schön erfundene Kindertänze anzuregen. Besonders ge- 
fielen darin die achtjährige Therese Heberle und 
Angioletta M ayer (sechs Jahre alt). Auf diesen 
erfreulichen Success erschien nun am 14. November 1 81 5 
das erste Kinderballett unter dem bedenklichen 
Titel vDie kleine Diebinr. Man lachte und applaudierte 
über die hautschauernde Wahrheit, womit die Babies 
edle und unedle Leidenschaften wiederzugeben wussten, 
man rief den Meister und die Kleinen heraus. Am 
5. März 1816 folgten wDie Wäschermädchenx (Wascher- 
mädeln); den Knalleffekt bildete eine mit den drolligsten 
Einfällen Horschelts bespickte Feuersbrunst. Dabei 
glänzten die Kinder Betty, Auguste und Wilhel- 
mine Schröder, I5") dann Stullmüller, Laroehe, 
Stiassny und der kleine Erzkomiker Sigmund de 
Luppi, das Ballettkorps bildeten zwölf Paare. Dann 
folgten ßdas Waldmädchen-x und wChevalier Düpea 
(1816) und das enthusiastisch aufgenommene wAschen- 
brödele. Die Kinder erhielten nun, da sie ßModet 
wurden und wzogem, stehende Gehalte: There se 
Heberle und Angioletta Mayer je zweitausend 
Gulden nebst freier Wohnung für die ganze Familie; 
andere hatten tausend und so herunter bis zweihundert 
Gulden. Auch eine Benefizvorstellung wurde bewilligt, 
die selten unter fünftausend Gulden eintrug. 
Mancher Dichter, Beamter und Gelehrter mochte 
heimlich die armen Würmer beneiden, welche indessen 
neben ihrer wHupfereir auch Unterricht in der Religion 
und den Elementargegenständen erhielten, worüber 
Listen und Belege der YPOllZClObGfCllfCktlOHK als zu- 
ständiger Behörde halbjährig einzusenden waren. 
Am 13. November 1817 erschienen vDie Porträtss 
(mit Musik von Moscheles), am 12. Februar 1818
        

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