Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Theodor Horschelt
Person:
Holland, Hyazinth
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1466005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467225
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wo Fritz auch auf der wgrünen inselx fischte  einer 
an der Stelle der früheren Ludlamshöhle errichteten 
frohsinnigen Gesellschaft  vertauschte derselbe später 
mit Pest, wo sein Pinsel in demselben Masse an Thätig- 
keit gewann, als der Maler durch seine heitere Routine 
glänzte. Noch vor wThedysx Rückkehr aus dem Kau- 
kasus kam Fritz wieder nach München, etablierte sich 
in aller Stille und Neidlosigkeit neben dem Schlachten- 
maler, ohne aus dessen Berühmtheit Nutzen zu ziehen, 
und schloss sich in desto lautlosere Thätigkeit ab. Nur 
schwer und widerstrebend war Fritz Horschelt zu 
bewegen, eines seiner vielen Porträtbilder in der Öffent- 
lichkeit auszustellen. In bester Erinnerung blieb mir 
das (vielleicht schon in Paris entstandene) Bildnis eines 
französischen Generals, dessen Namen ich vergeblich 
unter meinen Notizen suche  der Künstler selber hat 
leider niemals Aufzeichnungen gemacht oder seine Er- 
zeugnisse verbucht. Fritz Horschelt war indessen 
auch einer der ersten, welcher, insbesondere durch die 
Freundschaft mit Joseph Albert gefördert, die Hilfe 
der Photographie für seine Originale verwendete und 
denselben hiedurch die frühere lange Pein der wSitz- 
ungenr kürzte. Das Brustbild des Reichsrats Karl 
Leopold Grafen von Maldeghem, welches Hor- 
schelt in Lebensgrösse auf die Leinwand photo- 
graphierte und dann in kürzester Zeit malte, erregte 
damals so gewaltiges Aufsehen, wie das in neuerer 
Zeit von Theodor Pixis entdeckte Verfahren. Von 
da an wurde Horsehelts Fertigkeit vielfach für 
Porträtreproduktionen nach Verstorbenen mittelst photo- 
graphischer Vergrösserung und Übermalung in Anspruch 
genommen. Im Jahre 1873 heiratete Horschelt die 
Witwe seines Bruders und genoss etliche Jahre das 
reine Glück behaglicher Häuslichkeit. Ein ziemlich 
regelmässig wiederkehrendes Halsleiden heilte der Ge- 
brauch des Emser Bades. Da berührte ihn am 22. No- 
vember 1880 ein Schlaganfall, dessen Folgen der arme, 
langsam erlöschende Mann am 27. Juli 1881 erlagf")
        

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