Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Theodor Horschelt
Person:
Holland, Hyazinth
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1466005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467189
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XI 
"Ä 
II 
giebt von der Grossartigkeit und dem Schönheitsgefühl 
des Komponisten. Der Ausdruck des Jammers in diesen 
ganz rnichelangelesken Gestalten, die scheu zuschauenden 
 Kinder, die Teilnahmslosigkeit der auf und ab wandelnden 
 Wachtposten sprechen in beredten, wohlabgewogenen 
Gegensätzen. Besondere Mühe machte ihm der Kopf 
 einer in ihrem Jammer gerade hinausschreienden Frau, 
welchen der Maler unzufrieden aus dem vorliegenden 
Bilde wischte  die Stelle ist auf unserer Reproduktion 
f,  zwischen der zweiten 
 '53  v und dritten Frauenge- 
f 5:217- i" X stalt leicht erkennbar  
        
   doch giebt eine Bleistift- 
I?    skizze den vollen, er- 
     greifenden Ausdruck. 
_      Auch zeichnete er zur 
    Feier des siegreichen 
Yeti-Ä;- y     xi Truppeneinzllges in 
  ' i: M" h  111 t t' 
   äfixßäynl  "unc en eine us ra ron 
   fur die wF liegenden Blat- 
  ter x .57) Auf diesem reich 
  und herrlich durchge- 
 lz;     führten Bilde hatte H O r- 
   s che lt seine Gattin und 
l  Kinder angebracht, wel- 
itgBo f derilhlittelü ur in der Gru e che an einen Gaskam- 
 p der klagenden Frauen. PP ifllggiljeigliiaänigggäläil? 
115"" deten jungen Witwe, dem kommenden Zuge ent- 
 gegenschauen. Dieser Stoff hatte ihn ausserordentlich 
bewegt, er gedachte, daraus ein grosses Bild zu ge- 
stalten. Aber alle die reichen Pläne seiner Fantasie, 
das fröhlich blühende Glück einer jun en Familie, den 
Trost und Stolz seiner greisen Elterng vernichtete der 
Tod mit kalter Hand. Während das Bild noch unter 
der Hand des Xylographen geschnitten wurde, erlosch 
Horschelts Leben am 3. April 1871 nach nur vier- 
tägiger Krankheit (Diphtheritis), welche der Vater von
        

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