Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1462655
Bei 
Schack 
und 
heute. 
Bei Schack siehe Böcklins erste Richtung, wie er 
selbst sagt; damals war ihm das „Poetische" die Hauptsache, 
die Malerei Mittel. jetzt ist ihm nur noch die reine Malerei 
Zweck. Den Anfang in dieser Hinsicht bedeutet bei Schack 
die „Meeresidylle'"i) ("Seeschlange"). 
Nur noch malerische Ziele, fest und klar im Auge. Alle 
Weichlichkeit, Sentimentalität, Zweideutigkeit, alles Konzessionen- 
machen, und was sonst eine Figur unklar erkennbar macht, ist 
von ihm abgefallen, wenn je etwas davon da war. 
Wenn Böcklin sagt, mit der „Meeresidylle" habe er den 
Poeten ganz aufgegeben, so will er damit doch wohl nur sagen, 
dass ihm nichts als der malerisch empfangene und darstellbare 
Eindruck mehr den Pinsel führt, dass er solche Vorwürfe resp. 
Effekte nicht mehr malt, die etwas Ungelöstes, Spannendes, kurz 
ein Nacheinander enthalten, sondern nur noch den Moment. 
Zur ersten Art gehörten dann „Via Mala"  kriegt der Drache 
die Ausreisser?  die "Erinyen"  dito  der „Panische 
Schreckenmff)  alles stürzt in wilder Bewegung vorwärts  u. s. w. 
In den späteren Arbeiten, beginnend mit der „Meeresidylle", 
ist der bewusste Gegensatz zu aller Geschichts- und Geschichten- 
malerei betontes Prinzip, ist die Reinigung der Lehre von der 
Malerei im Böcklinschen Sinne praktisch vollzogen, freilich von 
einem Menschen, der die Welt mit seinen eigenen Augen und 
Hirn sieht. 
a) Böcklinwerk der Phot. Union. Bd. 111,27 („Triton und Nereide"). 
M) Böcklinwerk der Phot. Union, Bd. II, 33. ("Die Felsenschlucht." 1870). 
II, 29. („Ein Mörder von Furien verfolgt." 1870.) I, 40. („Pan erschreckt einen 
Hirtenf") A. d. H.
        

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