Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1462557
"Einflüsse", 
Entwicklung, 
Autodidakt. 
Vor der Natur, nach der Böcklin in Düsseldorf malte, 
wurde ihm klar, dass das, was man dort male, keine Wieder- 
gabe der gesehenen Reize sei, in der Galerie von Antwerpen 
gingen ihm die Augen weiter auf,  aber bei diesen Studien 
sah er bald ein, dass uns mittlerweile auch die Mittel verloren 
gegangen waren, um dem Glanz und der Tiefe in der Natur 
nahe zu kommen. 
So wurde das ganze Leben Böcklins, nachdem er ein- 
gesehen hatte, dass wir  ohne jede Überlieferung in Mal- 
dingen  alle Abenteurer sind, ohne Kompass auf dem fremden 
Fahrzeug und unbekannten Meere, ein Kampf um die Mittel, 
die man ja doch braucht, um die Freude, die man an der 
Natur haben kann oder gehabt hat, so schnell, frisch, deutlich 
wie möglich auszusprechen: das, was man davon gehabt hat, 
 nicht die Natur zu Wiederholen suchen. Die ist ja für den 
Packträger so, für den Künstler u. s. w. so.  
Aus dieser Überlieferungslosigkeit und seinem aleman- 
nischen Schädel, "der durch muss, erklären sich alle Phasen 
von Böcklins Malerei. 
Schon in den 50er Jahren bereitete er „punisches Wachs, 
(„Wachsseife"). Noch heute (1881-1889) ist er stets um seine 
Mittel besorgt. 
Aber inzwischen ist alles bei ihm zum Ganzen geworden. 
Mittel sind ihm nicht Zweck, sondern Mittel geblieben: die 
Natur so gut wie die Palette. Die Farbe (es wäre ihm 
das Wort „Kolorist" lächerlich), der Ton (als Zweck  Fertig- 
machen oder durch Zeichnung brillieren, alle die Interessen 
einzelner Malergruppen und Moderichtungen sind ihm an und
        

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