Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1462548
PERSÖNLICHES 15 
 
Ich fürchte nur, er ist denkfaul. Denn auch zum Malen ge- 
hört Denken. Freilich nicht das abstrakte eines Cornelius oder 
das "Genellfsche." 
„Es war sehr nett und anständig diesen Winter (1884) 
beim Montepulciano (Avignonesi; in der Cantina Mengotto, 
proprietä di A. Capelli, piazza dell' olio, Florenz). Es waren 
keine Maler und Bildhauer da", sagte Böcklin, als wir uns in 
Zürich wiedersahen. 
„Ich habe in Viareggio wieder recht gesehen, was ich 
opfere. Zusammengepfercht mit der Familie, zu deren alleiniger 
Verfügung, nur nicht zu meiner. Ja wie denn! Ich habe doch 
noch Ansprüche an die Welt. Ich thue ja meine Schuldigkeit 
für meine Leute. Darüber hinaus aber kann ich nicht, ich 
kann unmöglich in sie aufgehen. Den ganzen Tag mit der 
teuren Gattin hocken! Schopenhauer, glaub' ich, sagt mal: 
wir haben das und das und das und dann die Familie,  nein, 
die Familie hat uns! Sie legt sich um mich herum, will mich 
verschlingen." 
„Lassen Sie ihn schiessen, er ist nicht wert, Witwer zu 
sein", sagt er von jemandem, der sich zum zweitenmal ver- 
heiratete.
        

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