Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1465083
VARIA 
 
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Das in die Augen Fallende verwerten und 
das thut doch ein altdeutscher Künstler nicht.  
die heutigen Halb-Franzosen. 
davon 
Davon 
leben, 
leben 
Wenn ich nur das Ziel noch schimmern sehe, ist es ja bei- 
nahe egal, ob ich ihm nahe oder noch fern bin,  wenn ich 
nur einsehe, dass ich auf dem rechten Wege bin. 
Es mag ja sehr stolz machen und in gewissem Sinne frei, 
auf einem Gaul immer zu reiten, auf einem Wappengaul wo- 
möglich, aber zu Fuss kann man überall gehen, Blumen pflücken, 
auf Bäume und Berge klettern, gewiss der Natur viel näher 
stehen. ,  
5' I! 
8 
Die künstlerische Fähigkeit die Welt durchs Auge zu 
begreifen nimmt  angesichts unserer Glas- und Eisenunter- 
bauten mit Steinhäusern darüber, Brücken ohne Träger etc. 
immer mehr ab. 
ZU 
Ein Bild muss 
mögen. Ich ruf" 
ausschauen wie: du brauchst mich ja nicht 
keinen. Solche Bilder mag ich. 
Es ist viel leichter, sämtliche Faltenmqtive auswendig 
wissen, als irgend etwas von Kunst zu verstehen. 
ZU 
Aus dem Verstand geschaffen wird 
wohl aber mit und unter ihm ausgeführt. 
nichts 
der 
Kunst 
Nicht die Natur kann man ja überhaupt 
seine Sensibilität ihr gegenüber. 
darstellen, 
sondern
        

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