Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1464996
 
nous. Publikus klatscht und reisst zu jeder Garnitur Herrgott, 
wie sie grade ausgegeben wird, das Maul auf. 
Heyse wird auch schon mehr Novellenpapst, d. h. die 
Novelle von seinen Gnaden ist die Unfehlbarkeit. Alles andere 
Dreck. Kolorismus, Charakterzeichnung bis ins Wort ist wurscht. 
Seit er wieder ganz Dramatiker ist, ist der Stoff alles und 
kritisiert er die Novellisten. (Zürich 1884.) 
C. F. Meyer: „I-Iochzeit des Mönchs". Nicht Sommer 
oder Winter, nicht warm noch kalt, und von der Luft der 
Frührenaissance weht kein Hauch in dieser  Gartenlaube. 
(Zürich 1885.) 
als i: 914 
Ich bin kein Verehrer der Problemnovelle. Die individu- 
elle Kraft des Erzählers muss sie vielmehr vor mir rechtfertigen, 
indem sie sie aus dem Akademischen heraushebt. 
Leibl. Er hatte Kräfte wie ein Stier. Aber er war 
schwerfällig und konnte nicht den vollen Gebrauch davon 
machen. Allerdings, was er einmal zwischen den Fingern, in 
der Hand hatte  einen Rock oder so was  das gehörte ihm. 
Ferd. Barth hatte ihn unterlaufen und angesprungen 
wie eine Katz, und da lag er. Am andern Morgen lag Barth 
im Fenster und Leibl kommt vorüber. Da tritt er der Sicher- 
heit halber doch einen Schritt zurück; denn das war Parterre, 
und Leibl, der die gestrige Niederlage kaum verziehen, hätte 
ihn ganz leicht plötzlich beim Gewand nehmen und zum Fenster 
herausholen können. 
Die Kunst trieb er unter dem Protektorat seiner Körper- 
kraft-Eitelkeit, mit allem dadurch erlaubten Hochmut und mit 
mehr als erlaubter Dummheit.  
„Nach 
wörtlich.  
allen Regeln der Kunst" 
Als 0b es Regeln gäbe! 
sagt 
jemand 
wie 
sprich-
        

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