Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1464938
 
Die alte Mutter Böcklins schickt ihm, wie sein Ältester 
geboren wird, aus der Schweiz Häubchen nach Rom, die Böck- 
lin selbst als Wickelkind getragen hat, mit Seidenbändchen etc. 
Der Alte muss damit von Schalter zu Schalter gehen, fünf Scudi 
zahlen und einen Tag verlieren. Dabei war auch ein grün- 
seidener Geldbeutel mit einer scheinbar güldenen Perle daran . . . 
und dabei kein Geld, nichts zu essen haben! 
„In Deutschland scheint keine Sonne. Sie lag mir auf 
den Schultern, aber ich fühlte sie nicht. Die Schatten schleier- 
artig und doch der Himmel blau. Und nun diese Profusion 
von Licht, dies Brennen plötzlich diesseits der Alpen. Ich 
habe den ganzen Tag nur Licht genossen." 
Böcklin auf Ischia (Krankenbesuch). „Jä, ich bin 
zwar kein Doktor, aber als Forestiere weiss man doch immer 
etwas mehr. Also wo ist der Kranke? Gut. Erst mal die 
Fenster auf, dass er was zu atmen hat, wenn er kann. Dann 
Schnee auf den Kopf, auf die Hände. Und dann einen Brodof), 
sobald er Hunger, zu trinken, so oft er Durst hat . . .  
Ja, aber das frisst und trinkt ja alles das Fieber . . P 
Unsinn! Und zuerst mal alle die alten Weiber weg! (Die 
ganze Nachbarschaft umstand heulend über seinen nahen Tod 
den Kranken.) 
Tamarinden! Die giebt's überall in Italien, die erfrischen, 
 via! 
PI! a: S: 
Wir gehen spazieren. „Herrgott", sagt er plötzlich, „wie 
das Grün mit einem Male frisch, kräftig und satt wird, seit die 
Sonne (die warme Beleuchtung?) weg ist!" 
„Bei nichts braucht man 
Aktzeichnen", sagt Böcklin. 
wenig 
Zll 
denken, 
wie 
beim 
Fleischbrühe.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.