Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1464905
VARIA 225 
 
Er sei durchaus kein Handwerker, wie sie. Er wolle das 
zwar nicht wahr haben, aber er vereinfache sich alles Dahin- 
gehörige auf alle Weise und wäre froh, wenn ihm das jemand 
abnähme. Böcklin selbst nennt sich im Grunde einen Skizzen- 
maler. (Er sei der geborene Skizzenmacher, sagt er selbst. Das 
ist nun gewiss nicht wahr. Auch nicht so Improvisator, wie 
es scheinen könnte.) 
Marees sagt: „l'art c'est le nu"  da liegt Böcklins A n tike. 
Warum nicht auch mal ein Kalauer: Marees wollte sein 
Leben lang das Ei des Kolumbus ausbrüten, Böcklin stellte 
es, jedesmal von neuem, lachend und fest auf die Spitze. 
Ausstellungen: „_Ia dies Ausstellungswesen! Es wäre 
leicht dafür zu malen. Aber es bringt um, wie der „Salon" 
die Franzosen umgebracht hat. Jeder fragt sich bloss: was wirkt, 
und dahin geht die ganze Rechnung. Besonders, was wirkt 
von weitem  dieser oder jener ungewöhnliche perspektivische 
Witz, sagen wir mal, eine Untersicht oder Aufsicht, ein nicht 
im Bilde vorhandener Horizont, eine Zickzackperspektive etc. 
Stärkeres zu finden ist der künstlerische Zweck geworden. 
Das Elend, was da entsteht, sieht man." Böcklin will auch im 
halbdunkeln Zimmer wirken, wie er's beabsichtigt. Licht vor- 
tragen, aber nicht nötig haben! 
„Einen Ort ernsthaft gehalten ist mehr als zehn 
Helvetien, Krieger etc. in Marmor oder Bronzefw) 
Löwen, 
Stufen zwischen Bühne und Zuschauerraum im Mün chener 
Residenztheater: Falsch gedacht, würde Böcklin sagen; das 
soll getrennt sein. Das da oben ist Vorstellung (wie ein Bild 
und jedes Kunstwerk), nicht Natur. 
Böcklin 
spricht 
viel 
(Bayersdorfer) und 
von geordneten 
 Geht wohl auf das 
Floerke, Böcklin. 
St. Jakobs-Denkmal 
Basel.
        

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