Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1464880
Varia. 
Reproduktion: 
Alle handwerklichen oder mechanischen Übersetzungen in 
Schwarz und Weiss müssen bei Böcklin Übertragungen in 
eine unzulängliche Sprache bleiben. 
jemand der alles durch die Farbe zu schaffen scheint: 
Raum, Licht, Stimmung und Form könnte in Schwarz und 
Weiss überhaupt nicht wiedergegeben werden, wenn nicht auch 
sonst, ausserdem noch alles in Ordnung wäre (Linienperspektive, 
Komposition, Silhouette, Form, Ton).  „Handwerkliche Über- 
setzungen in eine unzureichende Sprache" nennt Böcklin Hechts 
Radierungen und Holzschnitte nach seinen Bildern bei Schack, 
 nur von der „Meeresidylle" ist er wirklich befriedigt. Auch 
Klinger entsprach seinen Anforderungen nicht. 
In Mailand haben sie heuer die ganze „N0rma" pfeifend 
aufgeführt, und ich sah in Florenz den Troubadourtext als Schau- 
spiel aufgeführt  nur das Publikum sang hin und wieder. 
Warum sollte man nicht auch Böcklins Bilder in eine unzu- 
längliche Sprache übersetzen, schneiden oder radieren? 
Fiedler; Marees; Antike. 
Böcklin sind die Porträts und „Sante Conversazioni" 
nicht genug, er will mehr Leben. Conrad Fiedler („Ursprung 
der künstlerischen Thätigkeit") betont immer nur allein, und 
wie mir scheint, in zu engem Sinn, das Sichtbare, es wird bei 
ihm zum Statuarischen. Aber ist nicht auch der ausgeprägte 
Geist in der Gestalt (Lebensart, Rasse etc.), die zusammen- 
gefasste, zum Auge sprechende Situation in der Gruppe sicht- 
bar? Dies zugleich mit der eigenartigen körperlichen Erschei- 
nung, im entsprechenden Ambiente von Licht und Luft zu einem
        

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