Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1464862
MODERNE MALEREI 221 
 
Gabriel Max ist der einzige Münchener Künstler, der 
nicht entgleist ist. 
Ich vergleiche nicht gern. Aber man schaue nur mal 
den leeren anspruchsvollen Piglhein") an und dann die blasse 
prachtvolle Madonna von Max, so barock es immerhin ist, 
einen Rahmen in einen Rahmen zu malen.  Und dann wie 
die Kerzen wirken in all dem Licht! Bei Uhde wirken sie 
eben nur im Dunkeln. 
Der 
hoEen  
Ganzeste von allen 
Oberlaender. 
und 
bleibt 
wollen 
wir's 
Verrückt und albern sind unter den französischen Im- 
pressionisten A. Falguiäre und Rafaelli. Sie führen das Prinzip 
gründlich ad absurdum. 
Die Holländer gefallen mir noch am besten, meist voll 
Andacht und Beschaulichkeit. Bei uns hat so etwas kaum 
hie und da mal ein Landschafter, der eben draussen bummelt 
oder in Ruh vor einer Kuh hockt. 
Die in den Städten: Alles eine Hetz nach "Gedanken", 
nach Auffallendem,  am schlimmsten sind darin die Ungarn. 
Und Formate für die „Gedanken"! Ich danke. Bloss um auf- 
zufallen und nicht schlecht gehängt werden zu können. 
Unmittelbar aus der Vorstellung, aus dem Herzen in die 
Hand ist die „Visi0n im Kolosseum" des grossen Spaniers 
Nachschalfenden, dem Kopisten, nie in auch nur annähernd gleicher Weise 
zur Verfügung stehen können. Unter diesem Gesichtspunkt erhält das obige 
Urteil sein volles Gewicht.  Zehn dieser prächtigen Nachschöpfungen 
Rettichs haben, nachdem in München selbst das Interesse an der Rettung 
von Rottmanns Arkadenfresken nicht geweckt werden konnte, eine proviso- 
rische Aufstellung in der Aula der „Grossen Stadtschule" zu Rostock ge- 
funden. A. d. H. 
 Grablegung Christi. A. d. H.
        

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