Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1464416
Urteile 
Böcklins 
über 
Andere. 
Italiener: „Nein, dieser Kerl  wie heisst er doch  
der Signorelli! Etwas Talentloseres habe ich nie gesehen. 
Ich habe mich vergebens gefragt, warum um Gotteswillen der 
Kerl das alles gemacht, wie er das ausgehalten hat. Von allen 
Seiten aus habe ich mir's angesehen, aber nirgends ist mir 
eine Erklärung geworden. Nichts hat der Kerl zu sagen, keiner- 
lei künstlerischer Gedanke malerischer oder plastischer Art, 
keinerlei Freude an irgend etwas, nicht einmal am Können, 
nichts von Komposition oder Anatomie, oder was es sonst sei 
 lauter mühseliges geduldig nebeneinander gezeichnetes Zeug." 
lich 
"Wie Raffael während 
in den Stanzen. Das 
der Arbeit lernte, sieht man deut- 
alte Motiv der Florentiner ist 
 
so gut wie bei Fra Angelico etc. sein Kompositionsrückgrat 
bei diesen Wandbildern. In der Disputa liegt es noch völlig 
nackt und naiv da. In der Schule von Athen hat er dies 
Hervortreten des Schulknochengerüsts gemerkt; der Witz bleibt 
zwar im wesentlichen derselbe, aber er ist nicht mehr so 
simpel für jedermann affichiert. Er versuchte ihn zu verdecken 
durch Auflösen oder Zerstreuen der grossen, die Komposition 
bildenden Glieder. Sonst haben wir wiederum die untere, von 
beiden Seiten hinaufgebaute Masse, und die obere, in deren 
Mitte, wie dort der hl. Geist etc., hier der lichte Bogen mit den
        

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