Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1464196
158 BÖCKLIN-AUFZEICHNUNGEN UND ENTWÜRFE 
gesprochen 
zu thun. 
und 
wenig 
mehr 
mit 
anatomischen 
Nebendingen 
Bei einem Denkmal, welches nicht das Denkmal eines 
gewesenen, veritablen Löwen ist, sondern ein Symbol, wo man 
etwas mehr Stil als anatomische Spezialkenntnisse verlangt, 
dürfte doch wohl sehr auf solche Einzelheiten, die nacheinander 
das Auge beschäftigen müssten, zu verzichten sein. 
Thorwaldsen durfte gar nicht auf das kommen, was Herr 
Eggenswyler will. Wenn man so weiter ginge, müsste so ein 
Tier bald auch noch alle Haare haben. 
Wenn ich nur den Raum empfinde und zur Empfindung 
bringe  das ist die Hauptsache. Nicht Reliefgesetze. Ob 
ich den Körper einer Figur verletzen muss, wenn ich ein 
dünnes Gewand über ihn lege  durch Einritzungen  weiss 
nur der Bildhauer, dem durch den geringsten Auftrag alles 
anders, plump wird. Er weiss allein, dass er entweder das 
thun, oder seine schönste, nackt modellierte Figur, sobald er 
sie mit Gewändern bedeckt, überall auspolstern muss, damit 
die Form noch durchwirkt. 
Das sind die anderen Bedingungen des Materials, der 
Übersetzung, die eben nicht die Natur ist. Farblosigkeit (des 
Materials), Blut (in der Natur) etc. spielen doch ihre grosse 
Rolle.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.