Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1464109
FARBIGE SKULPTUR 149 
Ich bin der Überzeugung, dass wir hier Manifestationen 
der reichsten malerischen Phantasie (Phantasie im Sinne des 
beweglichen, kombinierenden Gedächtnisses für das stimmungs- 
voll Angeschaute oder sonst Assimilierte), dass wir bei ihm 
zugleich Bethätigungen des schärfsten künstlerischen Verstandes 
gegenüberstehen wie den bemalten Figuren der Treu-Aus- 
stellung in der Nationalgalerie oder der akademischen 
jubelausstellung, d. h. uns ist das Wesentliche oder doch vom 
Künstler Gewollte, also Nötige, ungewohnt geworden (unheilvoll 
verwirrend auf unsere modernen gelehrten  und künstlerischen 
Anschauungen hat hier [abgesehen von den Missverständnissen 
der Renaissance] nicht bloss „Winjckelmann als Erzieher", 
sondern auch Lessingmit seinerischroffen Grenzsperre zwischen 
den Künsten gewirkt), mit uns den meisten Künstlern  Böcklin 
aber ist das Salz nie "taub geworden, keine ererbte oder an- 
erzogene Schulmeinung hat ihn auch nur für Augenblicke dumm 
gemacht.
        

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