Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1463871
 
Die Rehabilitation des Lichtes (und implicite der Farbe 
 nicht der bloss dekorativen, sondern der sprechenden, kom- 
ponierenden  und des Raumes, den es nebst der Form 
schafft, als deren bewusstester Vorkämpfer Böcklin betrachtet 
werden muss, ist das Wesentlichste, was unserer heutigen Kunst 
vorbehalten ist. Ob sie es der Konvention und dem Aifaris- 
mus gegenüber löst, ist eine andere Sache. 
„Eine wahrhaft 
Improvisation sein." 
monumentale 
Malerei 
soll 
wie 
eine 
grosse 
Zum Überlegen: Wie steht die Frage vom Repräsen- 
tieren resp. nötigen Komödiespielen zu der Böcklinkunstfrage? 
Z. B. ein König von Preussen setzt sich seine Krone selbst 
öffentlich auf. Er kann das nicht thun ohne gewisse Feierlich- 
keit etc. Für was thut er das? Für die Wirkung auf andere, 
die beabsichtigt ist. Die Handlung selbst (die nun freilich kein 
Kunstwerk ist) wäre vollendet mit dem simpeln Übernehmen 
vor den zuständigen Personen. (Etwas Feierliches brauchen 
wir in der Kunst. Ohne alles Pathos geht es nicht überall. 
Ein König z. B. kann sich nicht die Krone beim Hutmacher 
aufsetzen.)  
        

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