Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Jahre mit Böcklin
Person:
Floerke, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461827
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1463780
SEHEN l 17 
 
Wer sieht denn in Deutschland? Paul Meyerheim sagt: 
„Die Deutschen sehen mit den Ohren." 
Wir wollen ausserdem unserem Wissen Genugthuung be- 
reiten, nicht nur unsere Phantasie anregen lassen, die nun ein- 
mal nicht zu Hause bleiben kann, wenn wir ein Kunstwerk 
betrachten. 
„Denkfaul" sagt man wohl. Sehfaul ist noch viel häufiger. 
Dass in der Kunst (also in der Anschauung und Dar- 
stellung des Sichtbaren) das allgemeine Stimmrecht resp. die 
Majorität wenig Wert hat, sollte in weiteren „denkenden" Kreisen 
begriffen sein. 
Horner in Zürich, damals wohl unser bedeutendster 
Augenarzt, erklärte unserem Böcklin, er habe noch keine so 
vollkommenen Augen gesehen. ; 
„Sie können wohl in ziemlich helles Licht sehen P" 
„Ich sehe sogar gern in die grösste Sonne." 
Über das, was einer Sehen nennt, 
streiten. Man diskutiert dabei eben um 
ist schwer höflich 
seinen Intellekt. 
ZU
        

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