Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461353
aufgebaut! Der Wüesengrund mit der bekannten Zwei- 
teilung durch ein munteres Bächlein inmitten, die fernen 
Berge im Hintergrund, die Baumgruppen in der Mitte 
und vorn Cypressen und Birken im ersten Frühlings- 
schmuck,  wie ruhsam liegt es darin und darüber, 
indessen das sehnsüchtige Drängen der Säfte und die 
Frühlings-Traumseligkeit durch die Gestalten ausgedrückt 
wird. Blumenbekräinzt und sjvrinxlalasend schreitet im 
Takt der alte Pan zur Linken einher, während Flora hinter 
ihm Blüten auf die YViese streut; zur Rechten lehnen 
zwei tiefversonnene Dryaden in anderer Weise als auf 
dem wFrühlingsabendK gegen Baumstämme und lauschen 
dem verhaltenen Getön des YVachstums. In allen diesen, 
dem nächsten und noch anderen kommenden Bildern 
Böcklins wird viel Musik gemacht,  es ist noch viel 
mehr und bethörendere Musik hineingemalt.   
Erstaunlich spricht aus diesen Werken der Vollreife 
überall die synthetische Diehterkraft des Künstlers an, 
die sich allmählich von litterarischen Hilfsmitteln gelöst hat. 
Er geht überall seine eigenen Wege und findet überall 
im totalen Eindruck, wie in den intimen, verworrenen, 
vielartigen Regungen der Natur Elemente von neuer und 
noch unverbrauchter Art in Hülle und Fülle, um bedeutende 
Allegorieen in einer ihm ganz eigenen und doch unschwer 
durchsichtigen Weise daraus zu formen. Wo er sich 
einmal mit einem Anderen berührt, spürt man, dass es 
unbewusst geschah,  und wo er auch wohl einmal 
einen längst vorgebildeten Gedankengang wiederholt, da 
geschieht es mit so selbständiger Klangart, dass man 
es kaum merkt. Bei den meisten Bildern jedoch lässt 
Meissner, 
Arnold Bücklin.
        

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