Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461221
gossen macht, Wieviel mehr antik 
religiösen Werke dcs Schweizers 
empfuniien sind.   
als 
in 
christlich diese 
ihrem Pathos 
  In dem gleichen Entstehungsjahr mit dieser 
bedeutenden religiösen Darstellung stossen wir im 
Böcklinwerk jedoch auf die ersten Neuschöpfungen seiner 
Phantasie im entgegengesetzten antiken Sinne, welche 
gemeinhin als ein Hauptverdienst seiner Kunst betrachtet 
werden.   
  Die hellenische, auf die römische dann über- 
gegangene Göttersage hat im Erbe des uralten ägyptisch- 
assyrischen lllythos und in der Ausbildung ihrer pan- 
theistischen Naturauffassung nämlich eine eigene Gruppe 
von Lebewesen erdacht, wie bekannt ist. Für den 
phantasievollen Hellenen mit seiner Achtung vor körper- 
licher Eigenschaft lag ein verführerischer Gedanke darin, 
die Kräfte und Fähigkeiten des Menschen in einer Doppel- 
natur gesteigert und vervielfacht sich vorzustellen und 
gleichzeitig etwas zu ersinnen, was zwischen ihm und 
seinen Göttern als ein Mittelwesen stand und die Apotheose 
des Heros glaublicher machte. So entstanden in seiner 
romantischen Zeit jene VlClgCHHDIItCH und dargestellten 
Bildungen der Kentauren, Pane, Paniskeil, Tritonen, 
Nymphen, Sirenen, Dryaden u. s. w. Der Glaube daran 
muss in der unphilosophischen Weiten Masse sehr ver- 
breitet gewesen sein, da frühe Schriftsteller ernsthaft 
vom Vorkommen dieser Fabelwesen in dem als Zauber- 
land ohnehin berüchtigten Thessalien, in Afrika berichten. 
Haben sich doch selbst spätere römische Schriftsteller, 
        

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