Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461164
sich zu Rate geht und alle jene Llndeiinierbaren, formel- 
losen Werte sicher übersieht, mit denen die Kunst ihre 
höchsten Gipfel erreicht. Alle Hilfsmittel der anderen 
Künste müssen ihm dazu dienen, aber nur untergeordnet, 
 er lässt trotz aller Kühnheit die Gesetze der Malerei 
nie ausser Acht. Er giebt der Malerei, was der Malerei, 
 der Dichtkunst, was der Dichtkunst gehört. Eine 
Dame bittet ihn, ihr als Erinnerung an ein Erlebnis 
einen Armenleichengang auf römischer Landstrasse mit 
zwei Kindern als einzigem Gefolge des todten Geschwisters 
zu malen,  er überreicht ihr nach Ostinfs Über- 
lieferung ein formenschönes eigenes Gedicht unter den 
schlichten Worten: wDas kann man nicht malenlß 
Im Dämmerschein kehr? ich zurück zur 
Verlassend auf der Via Appia 
Die Gräbertrümmer, welche schweigend 
Gen Himmel schznfn. 
Stadt, 
ernst 
Wie viel (ieschlechtei- lagen moclernd dort 
Wie vieles Leid mag dort begraben sein! 
WVer weiss davon? Vorüber ist es seit 
jahrtausenden. 
Da. nähert sich eintöniger Gesang, 
Ein Mönch trägt einen kleinen Kindersarg. 
Ein Priester singt sein traurig Reqniem 
Und diesen folgt 
Ein kleines Paar, das kaum so eilen kann, 
Geschwister sind es Jener Leiche dort. 
Ihr Vater tot, die Mutter im Spital, 
Sie ganz allein. 
Das Unglück ist der Menschheit dauernd Los  
NVer geht durchs Leben ohne Leid?  Geduld! 
Mit dir auch ist's vorüber einst!  Schon seit 
jahrtausendcnl
        

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