Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461108
aus welcher die letzten Bilder und diese Fratzen ent- 
sprungen sind. Die also wGefeiertenK soll in Basel 
Jedermann kennen; ich hielt jedoch an Ort und Stelle 
vergebliche Umfrage.   Die seconda maniera Böck- 
lins,  die erste Etappe der grossen Künstlerschaft 
schliesst sich hier ab.     
   Neben diesen Schöpfungen der Frühreife 
mit dem fesselnden Anblick origineller Vorstellung, geni- 
aler Technik, einer sich Schritt für Schritt gewaltig ent- 
wickelnden Phantasiekraft giebt es noch eine kleine Zahl 
anderer Werke von nicht geringerem, wenn auch anders- 
artigem Wert: seine Bildnisse. Gelegenheitsarbeiten,  
die eigene Familie, nahestehende Freunde, die eigene 
Person behandelnd. Und doch so vollkommen, dass 
Böcklin in der Pflege dieses Gebiets einer der ersten 
Bildnismaler der Gegenwart, wenn auch vielleicht kein 
Fürstenmaler grossen Stils geworden wäre. Er geht 
hier ganz Holbein nach. Er hat dessen Plastik, seine 
Vornehmheit, seine breiten Farhenebenen mit dem ge- 
wissenhaften Umriss und dem Liniengefühl; er liebt wie 
Jener die kühlen, frischen, aber tonig gegläitteten Farben 
und hat den sicheren Blick seines Baseler Vorläufer-s, in 
treffender Zufalligkeit von Miene und Pose die Analyse 
von Charakter und Lebenssphare des gesammten Menschen 
zu geben. Lenbach, der ihn seinerseits in den 00er 
Jahren einmal prächtig gemalt und dabei völlig durch- 
schaut hat, ist zweimal von ihm mit glücklichstem Treffen 
des Forschenden in den Zügen dargestellt; das Profil 
des Bildhauers Jos. v. Kopf; ein hochinteressanter Römer- 
kopf; eine seiner Tochter; eine wViolaa; wiederholt seine
        

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