Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461059
Bilderreihe von dem örtlichen Kunstverein als ungeeignet 
zurückgewiesen wurde und der noch kritischcre Haus- 
knecht besagter Genossenschaft würdevoll erklärte: ßso 
chaibe Bilder verpacke ich nichtlK 
Böcklin muss unter seinen Landsleuten innerlich Viel 
erlebt und durchkämpft haben; er war angewiesen auf 
seine Bekannten- und X7erwandtenkreisc, auf die Honora- 
tioren 
der 
Stadt 
und 
konnte 
verstiindnislose 
Tadlc1 
und 
Besserwisser 
sich 
nicht 
fernhalten 
wie 
Ausland 
rang vermutlich 
bis er in wilder 
oft unter Aufgaben, 
Thatkraft hier und 
ihm nicht lagen, 
an einem Werk 
die 
da 
aus seiner eigensten Natur heraus die Qualen erstickte. 
Er stand vielleicht nicht selten am Münster droben auf 
St. Alban, auf dessen Platz er gross geworden war, und 
schaute sehwermütig auf die klingenden Rheinwasser 
drunten, Während er des sonnigen Südens gedachte, in 
dem selbst die Not so viel leichter zu tragen war als 
hier die Verständnislosigkeit, die seine Riesenkraft ver- 
leugnete und armseligen Handwerkern der Nlalerei ein 
sorgloses Dasein gewährte.  Die Werke dieser Jahre 
schwanken nämlich besonders merkwürdig in ihrem 
Stimmungscharakter hin und her. Böcklin ist ohnehin 
ein sprunghaftes Naturell: heute von joniseher Heiterkeit 
des Gemüts, voll sonnigen Humors, ja jovialster Ausge- 
lassenheit, ist er morgen düster, von schwiirzester  
lancholie erfüllt und voll schweigsamen Misstrauens gegen 
seine nächste Umgebung. Das aber zeigen die Werke 
dieser Jahre in der schrotfsten Zuspitzung. Da spricht 
eine Wildheit der Schwarzseherei und des Gefallens an 
düsteren 
Träumen, 
eine 
Schärfe 
satirischen 
Nlcnschen-
        

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