Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460894
Glück im Idyll suchende Dichter nach dem brausenden 
Leben draussen verlangten, so bereiteten sie sich in der 
Ruhe von YVeimar doch auf Künftiges vor. Sicher aber 
ist diese Spanne des Zusammenwirkens grosser Kräfte in 
Weimar ein Wichtiger Punkt in der Iahrhundertskunst- 
gesehichte und für die Gegenwart bedeutungsvoller als 
die Münchener Cornelius-Periode. Für Böcklin ist 
XVeimar überhaupt der Angelpunkt seiner ganzen 
Laufbahn geworden. Alles Vergangene könnte in 
seinem Leben fehlen, aber von Weimar ab nichts mehr, 
weil hier der grosse Künstler in ihm erwacht. W-  
Als Böcklin hoffnungsselig und erhobenen Hauptes von 
München fuhr und bei Nymphenburg etwa draussen noch 
einmal herzlich und dankbar nach den Frauentürmen, 
dem Wahrzeichen der ihm teuren Stadt, zurückschaute, 
da machte das innere Künstlergesicht mit seinem Weit- 
blick ein Wetterleuchten in feuchtem Auge sichtbar; 
traumhaft dahinten, nach Süden zu, ersah er ein Dämmer- 
bild seiner Jugend mit ihren Jahren irrenden, ungleich- 
artigen Suchens, ihren Entbehrungsleiden und ihren 
Werken, die mehr Glücksfiille als wurfsichere Glieder 
eines grossartigen Systems waren; die Apriltage seines 
Adeptentums waren heute vorbei,  goldige Maienzeit 
zog von morgen ab in die Kunst des 33jiihrigen Schweizer 
Malers ein.   
Weimar 
rechnet man 
1860-1862. Böcklins seconda maniera,  
alles Frühere wegen seiner Ungleichartigkeit
        

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