Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460889
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Idee innerhalb dieser Folge. Nachdem die Abnahme 
der Bilder durch den Besteller noch durch Zwistigkeiten 
gestört worden war und ein magerer Vergleich erst den 
Streit beigelegt hatte, gab Böcklin den Versuch zur 
Begründung einer Kunstaera in Hannover auf. Seiner 
harrte bald eine grössere Aufgabe. 
1860 ist Böcklin wieder in München, wo sein Pan- 
bild inzwischen für ihn gewirkt und der geistvolle Dichter 
und feine Empfinder Paul Heyse sowie Graf Schack sich 
für ihn begeistert hatten. Diese sorgten nun thatkräftig 
weiter, wobei eines der wichtigsten Kunstercignisse des 
Jahrhunderts erwünschte Gelegenheit bot. In Weimar 
nämlich war der kunstsinnige Grossherzog Karl Alexander, 
der Wiederhersteller der NVartburg, eben am Werk, die 
grossen Weimaraner Überlieferungen zu erneuern. Mit 
bewundernswürdigem Scharfblick erkannte der hoch- 
gebildete Fürst, dass der Schwerpunkt für die nächste 
Kunstentwickelung nach Goethe und Schiller in der Musik 
wie in der Malerei beruhen würde; er berief Liszt nach 
Weimar; er gründete eine Kunstschule dazu. Wenn er 
Lenbach, Genelli, Reinhold Begas berief,  Preller schon 
zu den Seinen zahlte,  den sich aus Rom nicht lösen 
wollenden Feuerbach gern gewünscht hätte,  und kaum 
dass Heyse und Schack Böcklin empfahlen und Arbeiten 
von ihm vorlegten, diesem eine Professur übertrug, so 
ist angesichts des heutigen Weltrufs dieser damals fast 
allesammt noch sehr jungen Künstler die Urtcilssicherheit 
des Grossherzogs eine verblüffende. Trieb das unruhige 
Blut des Musikers wie des Malers diese Berühmtheiten 
später auch wieder fort, weil sie anders als der sein
        

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