Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460855
sein blutjunges Weib auf einem Bildchen dieser Zeit 
Hand in Hand an einer Parkmauer lustwandelnd. Ein 
liebliches Vertrauen zu dem Manne spricht sich in ihrer 
sicheren Haltung und dem Frieden der versonnenen 
Züge aus,  keck in aller Verträumtheit der Augen 
schreitet er in seinen Pumphöschen neben ihr hin,  
ein aufrechter Mensch im Sinne Gottfried Kellers; er 
nimmt das Leben ohne Aufregung hin und lässt sich die 
sicher gezogenen Kreise durch Zufälle nicht verwirren. 
Sieben Jahre hatte Böcklin in Rom gekämpft. Nur die 
Bewunderung eines kleinen Künstlerkreises stärkte ihn 
und gab seiner Spannkraft den nötigen YViderhall: 
Reinhold Begas, Passini, Feuerbach. Der Letztere, erst 
Monate nach seiner Ankunft von Begas zu Böcklin ge- 
führt, stürzte unmittelbar danach in die Werkstatt seines 
späteren Biographen Allgeyer mit den Worten: ßIch 
muss von vorn anfangenls  Aber das half Böcklin 
nicht,  er konnte sich nicht halten, weil er die Kunst 
der kleinen Talente, sich zu machen, nicht verstand und 
überall durch seine engen Verhältnisse behindert war. 
Gute Freunde verhandelten ihm eine kleine erste Fassung 
des wPan im Schilfes an eine deutsche Dame, um ihm 
Reisegeld zu schaffen; sicherlich aber hat die Dame 
geglaubt, eine That der Barmherzigkeit mit dem Erwerb 
eines schlechten Bildes gethan zu haben. Und dann 
brach Böcklin mit den Seinen auf. Allgeyer erzählt es 
anschaulich in seiner prächtigen Feuerbach-Biographie. 
In dämmeriger Morgenfrühe eines regenfeuchten Tags 
ging die Abreise vor sich; Böcklin sass auf dem Bock 
neben dem Vetturino und hatte eines seiner dichtver-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.